Mit der Methode der Organisationsaufstellung steht ein Werkzeug zur Verfügung, das komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen auf einfache Weise abbilden kann. In weit verzweigten Netzwerken ebenso wie in überschaubaren Teams hilft sie, Verwicklungen zu entwirren und Ressourcen in Hindernissen zu erkennen. Sie ermöglicht innerhalb weniger Stunden einen Überblick über komplexe Strukturen und zeigt deren meist verborgene Hintergründe. Die „systemische Aufstellung" ergänzt damit die klassischen Möglichkeiten der Prozessbegleitung.
Bei einer Aufstellung werden für Personen, z. B. eine Abteilungsleiterin oder einen
Mitarbeiter, eine Firma, Kunden oder Produkte etc. Stellvertreter, d. h. Personen, im Raum
aufgestellt. Durch das Benennen der Rolle und der Zuweisung durch einen spezifischen Platz
im Raum können die Stellvertreter an das Energiefeld der tatsächlichen Personen oder der
anderen Elemente so zu sagen „angeschlossen" werden. Dieses Energiefeld wird dann von
den Stellvertretern wahrgenommen. Die Stellvertreter können nun durch Einspüren in ihre
„Rolle" ihre Beziehung zu den anderen Personen im Raum wahrnehmen und Aussagen über
die Qualität dieser Beziehungen machen.
Wissenschaftlich kann dieses Phänomen bisher nur
unzureichend erklärt werden, in der Praxis hat es sich jedoch bewährt und bereits weite
Akzeptanz erreicht.
Systemaufstellungen können in Unternehmen sehr hilfreich sowohl zur Diagnose von (Problem-)Situationen als auch bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten eingesetzt werden.